Bis zu 5 Euro pro Spin: Das ändert sich bei Slots
Mit Anfang Juli 2026 sind in lizenzierten deutschen Online-Spielotheken höhere Einsätze erlaubt. Was das für dich bedeutet.
Auf den ersten Blick klingt es in Sachen Spielerschutz eher kontraintuitiv: Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) erhöht ab dem 1. Juli – zunächst testweise – das im Glücksspielstaatsvertrag 2021 (GlüStV 2021) festgelegte Einsatzlimit von einem Euro auf bis zu 5 Euro pro Spin. Die Auswirkungen dieser Maßnahme sollen anschließend evidenzbasiert überprüft werden.
Warum dieser Schritt?
Tatsächlich soll so ein Hauptproblem des deutschen Glücksspielmarktes bekämpft werden: Geschätzt weniger als 50 Prozent aller Spielenden nutzen lizenzierte Online-Spielotheken – eine im internationalen Vergleich sehr niedrige Kanalisierungsrate. Und: Der leider sehr agile Online-Schwarzmarkt bietet viele Hintertüren, komplett ohne Regeln wie Einsatzlimits zu spielen, was wiederum landesweit das Suchtpotenzial fördert. Dagegen will man ankämpfen.
Was weiß man konkret zur Erhöhung?
Nach aktuellem Informationsstand führt die GGL ein neues Modell mit 2 zusätzlichen Einsatzstufen ein:
Bis zu 3 Euro pro Spin.
Bis zu 5 Euro pro Spin, sofern zusätzliche strengere Spielerschutzmaßnahmen erfüllt werden.
Wer darf künftig höhere Einsätze nutzen?
Nicht jede spielende Person erhält automatisch Zugang. Die geplanten Regelungen knüpfen höhere Einsätze an klare Voraussetzungen.
Die 3-Euro-Stufe
Für Einsätze bis 3 Euro pro Spin soll gelten:
Mindestalter von 21 Jahren.
Weitere Anforderungen sind für diese Stufe nach aktuellem Stand nicht vorgesehen.
Die 5-Euro-Stufe
Wer bis zu 5 Euro pro Spin einsetzen möchte, muss mehrere Bedingungen erfüllen:
Erfolgreicher Abschluss einer 90-tägigen Qualifizierungsphase. Während dieses Zeitraums dürfen keine Hinweise auf problematisches Spielverhalten auftreten.
Bewertung anhand eines Risikosystems, beispielsweise eines sogenannten Mentorsystems, das nur Spieler:innen mit niedrigem oder keinem Risikoprofil zulässt.
Ausdrückliche Zustimmung zur Weitergabe relevanter Daten an die Glücksspielaufsicht. Für das Monitoring werden aber ausschließlich spielverhaltensrelevante Daten analysiert.
Welche Pflichten haben wir von AdmiralBet als lizenzierter Anbieter?
Mit der Erhöhung maximalen Einsätze (MaxBets) steigen auch unsere Anforderungen, die regulatorischen Vorgaben einzuhalten. Dazu gehören unter anderem:
die kontinuierliche Überwachung des Spielverhaltens von Spieler:innen mit erhöhten Einsatzlimits.
die frühzeitige Intervention bei auffälligen Risikosignalen.
die regelmäßige Berichterstattung an die GGL, voraussichtlich im vierteljährlichen Rhythmus.
Was ändert sich nicht?
Vorweg: Unser Sportwettenangebot ist von dieser Maßnahme nicht betroffen. Die neuen Einsatzlimits gelten ausschließlich für Online-Slots und treten für alle lizenzierten Anbieter gleichermaßen in Kraft – nach aktuellem Kenntnisstand auch ohne Übergangsfrist. Es steht uns als lizenziertem Anbieter außerdem frei, diese Änderung öffentlich zu kommunizieren.
Noch einmal zusammengefasst
Mit dieser doch sehr tiefgreifenden Änderung verfolgt die GGL 2 Ziele: Zum einen soll der lizenzierte Markt mit seinen Schutzmechanismen insgesamt attraktiver werden. Zum anderen sollen die Spielerschutzstandards weiter gestärkt werden.
Die entscheidende Frage wird sein, ob die Kanalisierungsrate durch diese Maßnahmen rasch auf über 50 Prozent steigt oder ob der gewünschte positive Effekt ausbleibt.
Wir halten dich über die Entwicklungen auf dem Laufenden und sind bemüht, die Änderungen möglichst transparent zu kommunizieren. Bei Detailfragen zu diesem Thema kannst du dich jederzeit an unsere Expert:innen für Spielerschutz wenden: spielerschutz@admiralbet.de.








