Die größten Außenseiter der WM 2026
Und warum sie nicht zu unterschätzen sind!
Der Mensch liebt sie seit jeher: Geschichten wie David gegen Goliath oder vom Zwerg, der den Riesen besiegt. Auch im Fußball schreiben die Außenseiter oft die emotionaleren Storys – gerade bei Sportwetten-Begeisterten, die gern auf Risiko gehen und versuchen, das große Märchen mit der so attraktiven hohen Quote zu antizipieren.
Was macht ein Team zum Underdog?
Im WM-Kontext definieren sich Außenseiter über klare Merkmale:
Niedrige FIFA-Ranglistenplätze als direktester Indikator.
Wenige internationale Erfolge in der Vergangenheit.
Rückständigere Fußball-Infrastruktur im Vergleich zu den Großmächten.
Aber Achtung: In der modernen Fußballwelt gibt es selbst bei den Underdogs Spieler, die international ausgebildet wurden und ihr Geld bei starken Klubs verdienen, wie wir gleich noch sehen werden.
Top-Underdogs der WM: 5 potenzielle Favoritenschrecke
Bei der WM 2026 gibt es durch die Erweiterung des Turnierformats von 32 auf 48 Nationen mehrere interessante Außenseiter und Debütanten, die man auf dem internationalen Fußballparkett nicht oft sieht.
Werfen wir doch basierend auf der AdmiralBet-Weltmeisterwette und den Quoten (Stand: 1. Juni 2026) einen Blick auf die größten Außenseiter der WM 2026.
Curaçao (Quote: 2000,00)
Der absolute Underdog der WM und Gruppengegner Deutschlands. Der karibische Inselstaat ist mit seinen gerade einmal 156.000 Einwohnern der kleinste WM-Teilnehmer der gesamten Fußball-Geschichte.
Sensationsjoker: Dick Advocaat (Trainer). Der 78-jährige Bondscoach-Haudegen ist der älteste WM-Trainer aller Zeiten. Er bringt die taktische Abgebrühtheit aus Jahrzehnten im Spitzenfußball mit und weiß genau, wie man Favoriten ein Bein stellt. Er ist auch genau der richtige Mann für dieses Team, bei dem viele Spieler der niederländischen Fußballschule entstammen.
Haiti (Quote: 2000,00)
Eine der emotionalsten Geschichten dieser Endrunde. Nach sage und schreibe 52 Jahren des Wartens (die letzte Teilnahme war 1974) kehren Les Grenadiers auf die Weltbühne zurück. Trotz massiver politischer Krisen im Heimatland und Qualifikationsspielen im Exil hat sich das Team mit Resilienz und Willenskraft den Gruppensieg gesichert.
Sensationsjoker: Duckens Nazon (Stürmer, Esteghlal FC). Der bullige, erfahrene Angreifer wird in seiner Heimat als Held verehrt. Mit Wilson Isidor (Sunderland) und Jean-Ricner Bellegarde (Wolverhampton) hat er seit Kurzem auch die spielerische Unterstützung von 2 gestandenen Premier-League-Profis – durchaus große Namen.
Jordanien
Der asiatische Mentalitätsexpress feiert seine WM-Premiere! Spätestens seit ihrem sensationellen Finaleinzug beim letzten Asien-Cup wissen die Jordanier genau, wie man unter maximalem Druck besteht.
Sensationsjoker: Mousa Tamari (FC Stade Rennes). Der Rechtsaußen im besten Fußballalter macht fast die Hälfte des Kaderwerts aus (rund 8 Mio. Euro) und hat mit 26 Toren in 76 Länderspielen auch eine starke Bilanz vorzuweisen.
Kap Verde (Quote: 1800,00)
Die Westafrikaner haben eine furiose Qualifikation gespielt und ließen dabei namhafte Konkurrenz – unter anderem Kamerun – hinter sich. Als WM-Debütant reisen sie völlig ohne Druck an.
Sensationsjoker: Logan Costa (Villarreal). Der bärenstarke Innenverteidiger aus der spanischen La Liga ist der Abwehrchef des Inselstaates. Einziges Fragezeichen: Ist er nach seiner 10-monatigen Verletzungspause bereits wieder in Topform?
Usbekistan (Quote: 1400,00)
Das „weiße Wolfsrudel“ bringt echtes spielerisches Potenzial mit. Die Usbeken bestechen durch ein präzises, europäisch anmutendes Kurzpassspiel im Mittelfeld.
Sensationsjoker: Abdukodir Khusanov (Man City). Das hochveranlagte Abwehrtalent aus der Premier League (50 Mio. Marktwert) bringt trotz seines jungen Alters internationale Härte und strategische Übersicht auf den Platz, die das usbekische Team stabilisiert.
Was war die größte Außenseiter-Sensation der WM-Geschichte?
Der Halbfinaleinzug Marokkos bei der letzten WM in Katar war durchaus überraschend – aber ein absoluter Underdog sieht anders aus.
Die wohl größte Sensation eines Zwergstaats gelang Nordirland bei der WM 1982 in Spanien.
Die Ausgangslage: Nordirland reiste als kleinste Nation des Turniers an (damals weniger als 1,5 Millionen Einwohner). Im entscheidenden Gruppenspiel trafen sie im Hexenkessel von Valencia auf den übermächtigen Gastgeber Spanien.
Das Märchen. Die Nordiren bezwangen Spanien nach einem sensationellen Fight mit 1:0 – und das, obwohl sie die letzte halbe Stunde nach einer Roten Karte in Unterzahl spielen mussten. Sie schlossen die Gruppe als Erster ab und kegelten Spanien fast aus dem eigenen Turnier. Und: In der 2. Runde rang man Österreich ein 2:2 ab, bevor es gegen Frankreich dann doch eine klare 1:4-Niederlage und das Ausscheiden gab. Trotzdem: eine Leistung für die Geschichtsbücher.
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